Koffein

Koffein (Trimethylxanthin) ist weltweit wohl die populärste psychoaktive Substanz, wobei in vielen Lebensmitteln neben Kaffee und Energy Drinks sind sie etwa auch in Tee, Kakao, Schokoladenprodukten und nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten enthalten. In diesen Produkten handelt es sich bei Koffein teils um natürliche Inhaltsstoffe, aber es wird in der Lebensmittel- oder Arzneimittelindustrie auch künstlich zugesetzt.

Koffein, chemisch 1,3,7-Trimethylxanthin, wird im Magen durch die Magensäure gespalten und gelangt so in das Blut. Die Resorption beginnt je nach Konstitution nach etwa zwanzig Minuten, nach etwa sechzig Minuten befinden sich die gesamten Koffeinbestandteile in der Blutbahn. Wird daneben etwas gegessen oder wird der Kaffee mit Zucker getrunken, verzögert sich die Aufnahme in das Blut. Vom Blut aus gelangt das Koffein in den gesamten Körper und schließlich in die Leber, wo es abgebaut wird.

Schon in relativ geringen Konzentrationen hat Koffein eine stimulierende Wirkung und wirkt auf das zentrale Nervensystem, beschleunigt den Herzschlag und den Blutdruck, Blutgefäße verengen sich, sodass man sich wacher und konzentrierter fühlt und die Leistungs- und Lernfähigkeit zunimmt.

Eine überhöhte Koffeinzufuhr (mehr als 200 mg Koffein) setzt Calcium aus körpereigenen Speichern frei und führt dazu, dass sich Muskeln verstärkt zusammenziehen, wodurch Zittern, Unruhe und Erbrechen ausgelöst werden können. Eine zu hohe Koffeinzufuhr führt zu Schlafproblemen und Abhängigkeit, was eine Steigerung der Dosis erfordert, um die gleiche Wirkung zu erzeugen.

Beispiele für die Dosierung: 100 ml Coca-Cola enthalten  9 mg Koffein, gemahlener Kaffee 40-100 mg, Energy Drink wie Red-Bull 32 mg.

Populärwissenschaftliches: Kaffee kann in richtigem Maß genossen auch positive Folgen für Körper und Geist haben, denn Kaffee schützt die Leber, denn in einer Untersuchung sank das Risiko hoher Leberwerte bei Teilnehmern, die in den 24 Stunden vor einer Untersuchung mindestens drei Tassen getrunken hatten. Mäuse schneiden bei Gedächtnistests besser ab als Tiere, die keinen Kaffee bekommen haben. Auch zeigte sich, dass Menschen mit erhöhtem Kaffeekonsum beim Abnehmen ihr Gewicht besser halten können, was auf erhöhte Fettverbrennung in den Muskeln bei körperlicher Aktivität zurückzuführen ist. Koffein unterdrückt bis zu einem gewissen Grad auch Symptome von Parkinson, denn das Absterben von Zellen wird durch Koffein reduziert. Schließlich verhindert Kaffee auch nächtlichen Kopfschmerz. Aber auch wenn Kaffee durchaus positive Wirkungen mit sich bringen kann, befinden sich im Kaffee zahlreiche Substanzen, die wie Gifte wirken, sodass es bei allen positiven Wirkungen darum geht, das Suchtmittel nur in Maßen zu konsumieren.

Praktischer Tipp: Den ersten Kaffee sollte man morgens übrigens erst nach 9.30 Uhr trinken, denn Cortisol, das den Energiehaushalt regelt, erreicht zwischen 8 und 9 Uhr morgens seinen Höhepunkt. Kaffeekonsum vor 9 Uhr führt nämlich dazu, dass der Körper vorzeitig aufhört, Cortisol zu produzieren, und sich stattdessen die notwendige Anregung aus dem Koffein holt. Um 9.30 Uhr, wenn der Cortisolspiegel wieder abnimmt, kann Koffein erst die gewünschte Wirkung entfalten.

Literatur

Stangl, W. (2017). Koffein. [werner stangl]s arbeitsblätter.
WWW: http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/SUCHT/Koffein.shtml (2017-10-07)
http://at.galileo.tv/health/fuenf-gruende-warum-du-kaffee-trinken-solltest/ (16-10-22)





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