Night Eating Syndrome

Das Night Eating Syndrome, also nächtliche Essattacken, ist eine Essstörung, bei der die Betroffenen unter nächtlichem Heißhunger leiden, wobei die Menge an Nahrung, die dabei eingenommen wird, bis zur Hälfte der gesamten Tageszufuhr betragen kann. Diese Essstörung bezeichnet letztlich eine Variante der Binge-Eating Störung, wobei in der Regel große Mengen Kohlenhydrate aber nur wenig Proteine aufgenommen werden.

Es ist umstritten, ob es sich dabei nur um eine schlechte Angewohnheit oder eine Krankheit handelt. Nach Schätzungen sind etwa ein bis zwei Prozent der Bevölkerung davon betroffen. Dieses Phänomen ist bisher kaum erforscht, kann aber für die Betroffenen zu einer Belastung werden.

Die Betroffenen schlafen schlecht, nehmen mindestens ein Viertel ihrer Nahrungsmenge spätabends oder nachts zu sich und haben am nächsten Morgen keinen Hunger. Diese nächtlichen Heißhungerattacken sind auch eine der Ursachen von Übergewicht bzw. Adipositas, wobei Zusammenhänge zwischen Schlaf bzw. Schlafstörungen und Übergewicht nachgewiesen wurden. Das Syndrom lässt sich auch deshalb recht schwer analysieren, da es in einer Grauzone verschiedener Störungen (Schlaf-, Ess- und affektiver Störungen) liegt, diesich  in diesem Phänomen überschneiden.

Literatur

Stangl, W. (2017). Night-Eating-Syndrome (NES). [werner stangl]s arbeitsblätter.
WWW: https://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/ESSSTOERUNGEN/Night-Eating-Syndrom.shtml (2017-07-10)

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