Entstehungszusammenhang

Der Entstehungszusammenhang ist neben Begründungs‐ und Verwertungszusammenhang der erste Problembereich bzw. die erste Reflexionsebene wissenschaftstheoretischer Überlegungen in der empirischen Sozialforschung, Diese Ebenen stellen auch ein strukturierendes Element in Bezug auf eine konkrete empirische Untersuchung dar, wobei diese drei Reflexionsebenen sowohl zeitlich den Ablauf eines Forschungsprojektes markieren, als auch die jeweiligen Probleme der einzelnen Ebenen miteinander verbinden.

Unter dem Entstehungszusammenhang ist der Anlass zu verstehen, der zu einem Forschungsprojekt geführt hat. In diesen Bereich gehören Ideen, Gespräche, Explorationen. Diese sollen helfen ein Problem zu strukturieren. Friedrichs unterscheidet grundsätzlich drei  Arten von Anlässen, die zu einem Projekt führen:

  • Ein soziales Problem soll untersucht werden, um durch seine Analyse soziale Veränderungen zu ermöglichen,
  • Probleme der Theoriebildung: Zu einem sozialen Problem liegen Untersuchungen vor, doch lassen die vorhandenen Theorien unterschiedliche Erklärungen zu, oder die Studien kommen zu unterschiedlichen Resultaten.
  • Anlass der Forschung ist ein Auftrag.

Literatur

Friedrichs, J. (1990). Methoden empirischer Sozialforschung. Wiesbaden: VS Verlag.
http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/FORSCHUNGSMETHODEN/GrundlagenSozialforschung.shtml (02-11-21)

 



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