Macbeth-Effekt

Chen-Bo Zhong (University of Toronto) hat in Untersuchungen festgestellt, dass Menschen im Anschluss an eine unrechte Handlungen bevorzugt Aktivitäten aus dem Bereich des Reinigens wie Waschen wählen, wobei das Reinigen aber gar nicht real geschehen muss, sondern als Konzept im Kopf genügt, denn ein durch Waschen gesäubertes Gewissen entlastet vom Handeln. Offensichtlich gelingt es dadurch, die „kognitive Dissonanz“ wegzudenken. In vielen Religionen gibt es rituelle Waschungen.

Der Name leitet sich von der Szene  aus Macbeth her, in welcher Lady Macbeth voller Schuldgefühle immer wieder ihre Hände wäscht: „What, will these hands ne’er be clean? (…) Here’s the smell of the blood still. All the perfumes of Arabia will not sweeten this little hand. O, O, O!“

Siehe dazu Kognitive Dissonanz und Checkliste für Entscheidungen




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