Zielkonflikt

Ein Zielkonflikt liegt in der Psychologie dann vor, wenn für einen Menschen die Erreichung eines Zieles die Erreichung eines anderen Zieles beeinträchtigt, was vor allem dann auftritt, wenn verschiedene Kriterien dieser Leistung voneinander abhängen und sich wechselseitig beeinflussen. Das Erreichen eines Zieles geht dann mit Einbußen beim Verfolgen der jeweils anderen Ziele einher und vice versa. Bei der Vielzahl der im psychischen System von Menschen existierenden Ziele muss man davon ausgehen, dass zur gleichen Zeit stets mehr als ein Ziel verhaltenswirksam wird, wobei das gleichzeitige Verfolgen unterschiedlicher Handlungsziele jedoch hohe Anforderungen an die Handelnden stellt, denen sie dann nur unter Leistungseinbußen oder auch gar nicht gewachsen sind. Oft werden Menschen in ihrer Umwelt mit mehreren, simultan zu erfüllenden Leistungsanforderungen konfrontiert, die das gleichzeitige Verfolgen mehrerer Ziele bei der Bearbeitung der ihnen gestellten Aufgabe beinhalten, aber auch das simultane Bearbeiten mehrerer Aufgaben fordern, bei denen jeweils einem Leistungskriterium oder häufig mehreren Kriterien entsprochen werden muss.

Literatur
Davon, D. & Miller, J. (1987). Role or outcome conflict in dual-task interference. Journal of Experimental Psychology: Human perception and Performance, 13, 435-448.




Falls Sie in diesem Beitrag nicht fündig geworden sind, können Sie mit der folgenden Suche weiter recherchieren:


Das Lexikon in Ihren Netzwerken empfehlen:

You must be logged in to post a comment.

Diese Seiten sind Bestandteil der Domain www.stangl.eu

© Werner Stangl Linz 2017