Lamarckismus

Der Lamarckismus ist die vererbungstheoretische Annahme, dass ein Organismen Eigenschaften an sein Nachkommen vererben kann, die er während seines Lebens erworben hat. Benannt ist diese Theorie ie ist nach dem französischen Biologen Jean-Baptiste de Lamarck, der im 19. Jahrhundert eine der ersten Evolutionstheorien entwickelte, wobei in seinem Werk die Vererbung erworbener Eigenschaften nur einen Teilaspekt von Lamarcks Theorie darstellt. Neuere Ergebnisse aus der epigenetischen Forschung weisen derzeit darauf hin, dass etwa die Ernährungsweise einer Generation das Erkrankungsrisiko der Enkel für Diabetes beeinflussen kann. Auch brauchen Zwillinge bei unterschiedlichen Lebensbedingungen nicht die gleichen genetisch bedingten Krankheiten erleiden. Diese  Vererbung erworbener Eigenschaften hat aber eine andere Erklärung, denn epigenetische Vererbungseffekte betreffen nicht die eigentliche Erbinformation, sondern nur die Aktivierung der Gene. Man nimmt an, dass dafür subtile chemische Veränderungen am Genom verantwortlich sind, die jedoch nicht die DNA-Sequenz betreffen. Diese Veränderungen bauen gewissermaßen ein Gedächtnis der Genaktivität auf, die von einer Zellgeneration an die nächste weitergegeben wird.





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