Impulskontrolle

Unter Impulskontrolle versteht man in der Psychologie die bewusste und erwünschte Kontrolle der eigenen Gefühle und Affekte. Eine Störung der Impulskontrolle ist dadurch definiert, dass ein Mensch unter einem unangenehmen Spannungszustand leidet und diesen mit impulsivem Verhalten aufzulösen versucht, wobei sich die Handlungen meist unmotiviert wiederholen und nicht vollständig willentlich kontrolliert werde könnenn. Meist wird das impulsive Verhalten zwanghaft und automatisiert ausgeführt, sodass es sich bei einer Impulskontrollstörung auch um eine Volitionsstörung handelt und die Beherrschung des jeweiligen impulsiven Verhaltens unmöglich ist. Die Bandbreite der Handlungen reicht vom Nägelkauen, Diebstahl, Brandstiftung, Selbstverletzungen bis zu sexuellen Handlungen. Bei einer Störung der Impulskontrolle ist sich der Betroffene seines Verhaltens bewusst, wodurch häufig ein hoher Leidensdruck entsteht.

Impulskontrolle spielt im Resilienzmodell eine wichtige Rolle, denn resiliente Menschen sind in der Lage, auch in Drucksituationen ihre ersten Impulse effektiv zu steuern. Im Zusammenhang mit Resilienz bedeutet Impulskontrolle die Konzentration und Achtsamkeit im Umgang mit gestellten Aufgaben und das konsequente Verfolgen von Handlungszielen. Im Alltag ist die Impulskontrolle vor allem dann bedeutsam, wenn es um die Erledigung von eher unangenehmen Aufgaben geht, die im Alltag eines jeden Menschen anzutreffen sind, und die negative Spannungszustände auslösen.





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