Oligophrenie

Bei der Oligophrenie bzw. geistigen Behinderung handelt sich um ein angeborenes oder früh erworbenes Defizit in der Intelligenz eines Menschen. Oligophrenie unterscheidet somit die angeborene oder frühzeitig erworbene Intelligenzminderung von der Demenz, der später erworbenen Intelligenzstörung. Eine Einteilung nach Schweregraden ist zwar grundsätzlich auf Grund von Tests möglich, wird aber heute kaum noch verwendet. Medizinisch orientierte Definitionen sprechen von einer Minderung oder Herabsetzung der maximal erreichbaren Intelligenz. So bezeichnet auch die International Classification of Diseases (ICD-10) dieses Phänomen als Intelligenzminderung, sodass es sich auf die Intelligenz bezogen um eine geistige Behinderung quasi als Steigerung und Erweiterung der Lernbehinderung verstehen lässt. In anderen Definitionen der Oligophrenie wird an Stelle der Intelligenz eher die Interaktion des Betroffenen mit seiner Umwelt in den Mittelpunt gestellt.

Meist wird der Begriff Oligophrenie durch den Begriff Minderbegabung ersetzt. Wie auch bei vielen anderen psychiatrischen Begriffen wurde auch das Wort Oligophrenie und andere Begriffe wie Idiotie umgangssprachlich als Schimpfwort missbraucht.




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