Pyromanie

Pyromanie oder pathologische Brandstiftung ist der unwiderstehlicher Drang, Feuer zu legen und großes Interesse an der Beobachtung von Bränden sowie Faszination an allem, was mit Feuer und Bränden in Beziehung steht.

Nach Ansicht der Psychiatrie unterscheiden sich Brandstifter wenig von anderen Straftätern, allerdings mit einer Ausnahme: Es handelt sich oft um konfliktscheue, durchsetzungsschwache Menschen, die ähnliche Merkmale wie etwa Drohbriefschreiber im Internet zeigen. Brandstifter haben in ihrem Leben oft wenig Möglichkeiten, das ihnen vermeintlich Zustehende durchzusetzen, und verbünden sich daher mit der archaischen Macht des Feuers. Pyromanen, die aus psychiatrischen Motiven wie etwa einer Erkrankung Feuer legen, gibt es dagegen eher selten.

Der Anteil von Feuerwehrleuten bei Brandstiftern liegt nach Expertenmeinung bei zehn bis maximal zwanzig Prozent, wobei aufgrund der Nähe zur Thematik ein gewisses Gefährdungspotential besteht, denn der Brandstifter kann damit beweisen, dass er sich dem Feuer am mutigsten stellt oder es sogar entdeckt hat. Serienbrandstifter versuchen dabei, die Belohnung durch die Tat zu wiederholen, und fühlen sich erleichtert und mächtig, endlich einmal als diejenigen zu gelten, die Angst und Schrecken verbreiten.

In den vergangenen Jahren haben sich dabei die Motive der Täter verändert, denn früher waren eher Objekte das Ziel, heute haben die Täter auch keine Scheu mehr, gegen Menschen vorzugehen.

Quelle

OÖN vom 29. September 2016




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