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Hashimoto-Thyreoiditis

Hashimoto-Thyreoiditis, auch Hashimoto-Syndrom, ist eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem Antikörper produziert, die die Funktionen der Schilddrüse negativ beeinflusst. Dabei sind etwa neunzig Prozent aller Schilddrüsenunterfunktionsfälle auf das Hashimoto-Syndrom zurückzuführen, wobei in den meisten Fällen die Unterfunktion nicht nur ein Problem der Schilddrüse allein ist, sondern ein Zustand, der aus einer Überreaktionen des gesamten Immunsystems resultiert. Durch ein fehlgeleitetes Immunsystem wandern Abwehrzellen  in die Schilddrüse ein und zerstören diese Zelle für Zelle, wobei Frauen deutlich häufiger erkranken. Einige Symptome der Hashimoto-Erkrankung sind u. a. Müdigkeit, Depression und Angstzustände, Gewichtszunahme, Kälteüberempfindlichkeit und Verdauungsprobleme wie Verstopfung und Blähungen.

Übrigens können Depressionen (Baby-Blues) oder Reizbarkeit nach der Geburt neben einer Wochenbettdepression auch auf eine nachgeburtliche Hashimoto-Thyreoiditis hindeuten. Etwa sieben Prozent aller Frauen erkranken nach der Entbindung an dieser autoimmun bedingten Funktionsstörung der Schilddrüse, wobei es oft lange dauert, bis die zutreffende Diagnose gestellt wird. Mütter mit Symptomen einer Wochenbettdepression sollten nach Ansicht der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie grundsätzlich hinsichtlich einer Störung ihrer Schilddrüsenfunktion untersucht werden. Leider wird die Störanfälligkeit der Schilddrüse in der Schwangerschaft gerade bei Risi, denn eine Schwangerschaft stellt höchste Anforderungen an die Schilddrüse, sowohl was den Jodstoffwechsel als auch die Hormonproduktion betrifft, wobei sich Abweichungen gravierend auf die Gesundheit von Mutter und Kind auswirken können.

Als Ursachen gelten neben einer genetischen Vorbelastung auch Stress, schwer verlaufende Viruserkrankungen, Dysfunktionen der Nebennierenrinde, Mikrochimerismus und Umwelteinwirkungen. Die Erkrankung kann wie Morbus Basedow durch sehr hohe Joddosen ausgelöst werden, sodass mögliche Gefahren, die von einer Jodierung der Nahrungsmittel ausgehen, diskutiert werden.

Die Krankheit wurde nach dem japanischen Arzt Hakaru Hashimoto benannt, der sie 1912 als Erster beschrieb.

Literatur

https://de.wikipedia.org/wiki/Hashimoto-Thyreoiditis



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