Negativity Bias

Der Negativity Bias, auch Negativitätseffekt, verweist auf die Vorstellung, dass selbst bei gleicher Intensität Dinge negativer Natur wie unangenehme Gedanken, Emotionen oder soziale Interaktionen, aber auch schädliche bzw. traumatische Ereignisse einen größeren Einfluss auf den psychischen Zustand und die Denkprozesse besitzen als neutrale oder positive Dinge. Daher hat in der Regel etwas sehr Positives weniger Einfluss auf das Verhalten und die Kognition eines Menschen als etwas ebenso Emotionales dafür aber Negatives. Diese Negativitätsverzerrung wurde in vielen Bereichen untersucht, etwa im Zusammenhang mit Aufmerksamkeit, Lernen und Gedächtnis sowie Entscheidungsfindung und Risikoüberlegungen.

Dieser Negativity Bias war vor tausenden von Jahren überlebenswichtig, denn für diese Menschen war es damals wichtig, sich zu merken, welche Früchte schwer verdaulich oder sogar giftig waren, wo Bären hausten oder Raubtiere auf Jagd gingen. Aus diesem Grund wurden alle Erfahrungen und Sinneseindrücke genauestens analysiert und für die Zukunft gespeichert.

Vermutlich liegt es auch an diesem evolutionären Erbteil, dass auch heute noch Menschen in ihrer Erinnerung an negativen Erinnerungen kleben bleiben, auch wenn dies heute die Menschen eher behindert.



Falls Sie in diesem Beitrag nicht fündig geworden sind, können Sie mit der folgenden Suche weiter recherchieren:


Das Lexikon in Ihren Netzwerken empfehlen:

Werbung



You must be logged in to post a comment.



Diese Seiten sind Bestandteil der Domain www.stangl.eu

© Werner Stangl Linz 2018