Cognitive Apprenticeship
Beim didaktische Modell des Cognitive Apprenticeship wird eine praxisorientierte Problemsituation vorgegeben und die Lernenden sollen nach anfänglichen Hilfestellungen immer mehr Selbstständigkeit erreichen. Dieses Modell nimmt eine Sequenzierung des Lernangebots vor, bei der der Schwierigkeitsgrad sukzessiv ansteigen soll.
Der erste Schritt wird als ‚Modeling’ bezeichnet, in welchem dem Lernenden ein Problem, die Problemlösung und der Problemlöseprozess vorgestellt werden und der Lernende ein eigenes Konzeptmodell entwickeln soll. Im nächsten Schritt, dem ‚Coaching’, wird der Lernende bei der aktiven Ausführung der Prozesse vom Experten betreut. Der Lehrende zieht sich im weiteren Schritt, dem ‚Scaffolding’ so weit wie möglich zurück, der Lernende soll dadurch selbstständiger werden. In diesen drei Schritten soll der Lernende neues Wissen und Verhaltensweisen erlernen. Im Schritt der Artikulation soll das erworbene Wissen benannt werden. Die Reflexion, der nächste Schritt, dient dem Bewusstwerden und der Bewertung des Gelernten. Im letzten Schritt, der ‚Exploration’, agiert der Lernende ohne Hilfe des Experten.
Siehe dazu im Detail Die konstruktivistischen Lerntheorien
Literatur
Collins, A., Brown, J.S. & Newman, S.E. (1989). Cognitive apprenticeship: Teaching the craft of reading, writing and matematics. In L.B. Resnick (Ed.), Knowing, learning and instruction: Essays in honor of Robert Glaser (pp. 453-494). Hillsdale, NJ: Erlbaum.
