Anthroposophie

Unter Anthroposophie ist eine ganzheitliche Deutung des Kosmos, der Menschheit und der Menschheitsentwicklung zu verstehen. Durch die Sinneswissenschaft (Naturwissenschaft) wird der Körper eines Menschen erfasst, während sich die Anthroposophie den seelischen und geistigen Wesenskräften des Menschen zuwendet. Die Grundideen stützen sich auf die Entwicklung des Willens durch Tätigkeit und Bewegung. Die Freiheit des Geistes soll durch Stärkung der Phantasie und Verantwortung erreicht werden. Ziel ist es, die Kinder auf ihrem Weg zu selbstbewusst handelnde, mündige Menschen zu unterstützen.

Steiner sprach zu Hermann Hesse:
„Nenn mir sieben Alpenpässe!“
Darauf sagte Hesse: „Steiner,
sag mal, reicht denn nicht auch einer?“
Robert Gernhardt

Bewegung, Sprache und Arbeit erachtete Steiner als besonders wichtig, weil sie Äußerungen des Menschen sind. Unter anderem will er dies mit dem gezielten Einsatz von Musik erreichen, wie dies in seinem Lehrplan im Fach Eurythmie der Fall ist, bei dem „Musik, Takt, Sprache, Gefühle, das innere Wesen des Kindes durch die Bewegung sichtbar“ werden lassen sollen. Rudolf Steiner (1861 – 1925). der Begründer der Anthroposophie, gründete 1919 die erste Waldorfschule, die auf diesem Prinzip basiert.

Quellen
Keller, Josef A., Novak, Felix (1993). Kleines Pädagogisches Wörterbuch. Grundbegriffe – Praxisorientierungen – Reformideen. Freiburg: Herder.
http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/WISSENSCHAFTPAEDAGOGIK/
Anfaenge-Paedagogik.shtml
(08-02-02)



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