Kisspeptin

Kisspeptin, auch Metastin genannt, wird im Hypothalamus gebildet und fördert die Produktion der Sexualhormone Testosteron und Estradiol, und kommt vorwiegend in jenen limbischen Gehirnarealen vor, die im Zusammenhang mit Fortpflanzungs- und  emotionalem Verhalten stehen. Kisspeptin ist dabei ein Peptidhormon, das eine Rolle bei der Signalübermittlung im Rahmen der Gonadoliberin-Ausschüttung spielt und damit eine essentielle Bedeutung bei der Einleitung der Pubertät besitzt. Eine Mutation des verantwortlichen Gens führt beim Menschen zu einem Ausbleiben der Pubertät, wobei es  als Folge dieses genetischen Defektes zu einer hypogonadotropen Minderfunktion sämtlicher Keimdrüsen (Hypogonadismus) kommt.

Nach neueren Studien besteht auch ein Zusammenhang zwischen Kisspeptin und Sexualität, denn eine Injektion des Hormons kann das Lustempfinden von Männern steigern. Dieses Hormon könnte daher in der Behandlung von sexuellen Dysfunktionen zum Einsatz kommen. Dadurch könnten sich auch neue Möglichkeiten für die Behandlung von Unfruchtbarkeit, die häufig im Zusammenhang mit einer psychosexuellen Störung stehen, ergeben.





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