Diskonnektivität

Als Diskonnektivität bezeichnet man eine gestörte Kommunikation zwischen verschiedenen Gehirnarealen, wobei eine solche beeinträchtigte neurale Kommunika­tion als ätiologisch bedeutsam für die Pathophysiologie der Schizophrenie angese­hen wird. Hierbei  spielen vermutlich Myelinisierungsstörungen und  Störungen der Oligodentrozytenfunktion eine wichtige Rolle, wobei letz­tere generell für die funktionsfähige Synchronizität neuraler Netzwerke verantwortlich sind.

So kann nach neueren Untersuchungen der Verlust einer einzigen myelinisierenden Oligodendrogliazelle die Geschwin­digkeit der neuralen Erregungsweiterleitung in bis zu vierzig Axonen beeinträchtigen.

Vor allem bei Menschen mit Schizophrenie ist die Kommunikation zwischen den verschiedenen Gehirnbereichen beeinträchtigt, wodurch Schizophrene unter anderem gegen einige optische Täuschungen gefeit sind, da sich bei ihnen die Verarbeitung der Sinnenreize weniger stark auf die Interpretation des Gesehenen auswirkt – siehe etwas das Umschalten zwischen Positiv- und Negativform einer rotierenden Maske. Das gleiche Phänomen kann man auch bei einigen Drogen- und Alkoholabhängigen feststellen.





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