Gesten

Für George Herbert Mead sind Gesten sind gesellschaftlich vereinbart und haben daher in diesem Sinne eine Bedeutung, sie sichern Kommunikation, indem sie passende Reaktionen auslösen. Wenn Gesten über eine konkrete Situation hinausgehen und einen allgemeinen Sinn haben, dann bezeichnet sie Mead als Symbole. Sowohl Gesten als auch Symbole müssen interpretiert werden, d. h ., ihr Sinn, ihre Bedeutung ist nicht unmittelbar klar.

Wenn bei aller Interpretation die Bedeutung eines Symbols in einer Gesellschaft gleich ist, dann spricht Mead von signifikanten Symbolen, von denen die wichtigsten signifikanten Symbole in der Sprache liegen, denn durch Sprache unterscheidet sich der Mensch vom Tier essentiell, wobei Denken nur durch signifikante Symbole stattfinden kann.

Sprache ist dabei die höchstentwickelte Form der Kommunikation, denn in der Sprache sind die kollektiven Erfahrungen einer Gesellschaft gespeichert, sie ist Träger intersubjektiv geteilten Wissens und versorgt den Menschen mit den Erklärungen für Situationen, wie sie diese normalerweise erleben. Durch Interpretation von Gesten und Sprache des anderen wird es auch möglich, den Erwartungen von anderen gerecht zu werden. Diese Fähigkeit, von der Position des Anderen aus zu denken, bezeichnet Mead als Rollenübernahme.





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