Lernprogression

Der Begriff der Lernprogression bezeichnet in der Didaktik die Reihenfolge, in der Lernstoffe angeordnet und im Laufe eines Lehrgangs, Curriculums oder eines Jahrgangs eingeführt werden, wobei diese in hohem Maße von den Lernzielen und dem gewählten methodischen Ansatz abhängt. Lernprogression meint dabei eine didaktisch sinnvolle Aufeinanderfolge von Lerninhalten, wenn diese etwa wie im Mathematik- oder Sprachunterricht aufeinander aufbauen.
Wenn man die Methoden des Fremdsprachenunterrichts betrachtet – konkret lässt sich das an einzelnen Lehrwerken, die sich immer an Lehrmethoden anlehnen, nachvollziehen -, wird dabei auf Grund der darin dominierenden didaktischen Grundsätze der Lernstoff jeweils anders gewichtet, die Lerninhalte werden in verschiedener Art und Weise miteinander verbunden und auch in unterschiedlicher Abfolge durchgenommen.
Eine grundsätzlich systematische lineare Progression ist im traditionellen Fremdsprachenunterricht als didaktisches Prinzip fest verankert und gilt gerade in der Anfangsphase des Lernprozesses als unverzichtbar. Dabei geht es prinzipiell um eine allmähliche Steigerung der Komplexität einzelner Sprachelemente. Kritiker merken allerdings an, dass vielen Praktikern der Weg von der Bedeutung zur Form vorteilhafter erscheint als die traditionellere Praxis, Lernprogressionen ausschließlich in formalen Kategorien zu organisieren und diese daher etwa eine kommunikative Grammatik vorziehen.





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