Paarbindungsverhalten

Levine & Heller (2015) unterscheiden im Bereich des Paarbindungsverhaltens drei Bindungstypen, die beschreiben, wie Menschen in Liebesbeziehungen Nähe erleben und auf sie reagieren:

  • Die Sicheren fühlen sich mit Nähe wohl, geben Ihrem Partner aber auch den Raum, den er braucht.
  • Die Ängstlichen sehnen sich nach Nähe, sind sehr auf die Beziehung fixiert und ständig besorgt um sie.
  • Die Vermeider prägt die Angst, ihre Unabhängigkeit zu verlieren, weshalb sie ständig versuchen, ihren Partner auf Distanz zu halten.

In einigen seltenen Fällen gibt es auch Menschen in einer Kombination aus dem vermeidendem und dem ängstlichen Bindungstypus. Kennt man den Beziehungstyp, lässt sich das Verhalten von Menschen in Beziehungen besser verstehen und teilweise auch vorhersagen. Jeden Bindungstypus zeichnen unterschiedliche Verhaltensweisen aus, denn sie unterscheiden sich in ihrer Auffassung von Nähe und Zusammengehörigkeit, in der Art der Konfliktbewältigung, in ihrer Einstellung zu Sexualität, in der Fähigkeit, ihre Bedürfnisse mitzuteilen, und in ihren Erwartungen an die Beziehung und den Partner.
Levine & Heller (2015) sind der Ansicht, dass sich der Bindungstypus im Verlauf des Lebens bzw. auch einer Beziehung wenig ändert, und dass bestimmte Konflikte vorprogrammiert sind,  wenn etwa ein ängstlicher Beziehungstyp mit einem vermeidenden Beziehungstypen zusammentrifft.

Siehe dazu auch den Ansatz der Imago Paartherapie.

Literatur
Levine, A. & Heller, R. S. F. (2015). Warum wir uns immer in den Falschen verlieben. Beziehungstypen und ihre Bedeutung für unsere Partnerschaft. München: Goldmann Verlag.





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