blaming the victim

Blaming the victim, victim blaming oder Täter-Opfer-Umkehr ist die Beschreibung für ein Vorgehen, das die Schuld für eine Straftat beim Opfer sucht. Dieser Begriff wurde in den Vereinigten Staaten ab den 1970er Jahren eingesetzt, um eine Strategie der Verteidigung bei Vergewaltigungs-Prozessen zu beschreiben, die dem Vergewaltigungsopfer die Schuld an der Tat zuschreiben möchte, um den Angeklagten zu entlasten.  Neben Sexualstraftaten findet sich diese Form der Verteidigung aber auch bei Gewalttaten und Straftaten mit rassistischem Hintergrund. So beschreibt der Psychologe William Ryan „Blaming the Victim“ in seinem gleichnamigen Buch aus dem Jahre 1971 als eine Ideologie, die den Rassismus gegen Afroamerikaner rechtfertigen soll. In Europa wird diese Strategie auch gegenüber anderen Personengruppen eingesetzt. Viele Menschen sind überzeugt, dass es auf der Welt letzten Endes gerecht zugehen muss. Wenn Menschen nun Zeugen einer Ungerechtigkeit werden und dem Opfer nicht (mehr) helfen können, tendieren sie dazu, dem Opfer eine Mitschuld zu geben, weil dann die subjektiv wahrgenommene Ungerechtigkeit nicht mehr so groß ist.

Siehe dazu Langzeitarbeitslosigkeit und Missbrauch in der katholischen Kirche

Literatur
http://de.wikipedia.org/wiki/Victim_blaming (10-12-14)




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