Um den vollen Funktionsumfang dieser Webseite zu erfahren, benötigen Sie JavaScript. Hier finden Sie die Anleitung wie Sie JavaScript in Ihrem Browser einschalten.

Exosystem


Unter Exosystem versteht man einen oder mehrere Lebensbereiche, an denen eine sich entwickelnde Person nicht selbst direkt beteiligt ist, in denen aber Ereignisse stattfinden, die beeinflussen, was in ihrem Lebensbereich geschieht, oder die davon beeinflusst werden.

Beispiele sind etwa der Arbeitsplatz des Vaters eines kleinen Kindes oder die Schulklassen älterer Geschwister. Auch das Fernsehprogramm kann als Bestandteil des Exosystems eines Kindes angesehen werden, da es von außen ins Haus kommt (Bronfenbrenner 1981, S. 226-227).

Mit dem ökosystemischen Ansatz erstellte Urie Bronfenbrenner in den späten 1960ern eine Systematik der Einflussfaktoren der menschlichen Entwicklung, und wurde dabei maßgeblich von Kurt Lewin und dessen Konzept der Lokomotion beeinflusst. Er benannte verschiedene Aspekte oder Ebenen der Umwelt, die die Entwicklung von Kindern beeinflussen, darunter das Mikrosystem, das Mesosystem, das Exosystem und das Makrosystem. Das Mikrosystem ist die unmittelbare Umgebung, in der das Kind lebt. Zu den Mikrosystemen von Kindern gehören alle unmittelbaren Beziehungen oder Organisationen, mit denen sie interagieren, wie z.B. ihre unmittelbare Familie oder Betreuer, ihre Schule oder der Kindergarten. Wie diese Gruppen oder Organisationen mit dem Kind interagieren, wirkt sich darauf aus, wie das Kind wächst, denn je ermutigender und förderlichen diese Beziehungen und Orte sind, desto besser wird sich das Kind entwickeln können.

Für Bronfenbrenner stehen das Zusammenspiel zwischen Systemen und der Übergang von Menschen aus einem System in ein anderes im Vordergrund seiner Überlegungen. Mit diesem Ansatz untersucht er unterschiedliche Rahmenbedingungen, in denen menschliche – dabei in erster Linie kindliche – Entwicklung stattfindet. Dabei arbeitet er unter anderem heraus, dass es wichtig für die Entwicklung ist, dass die verschiedenen Systeme eines Menschen miteinander vereinbar sind, und dass Erfahrungen und Verhaltensweisen, die ein Mensch in einem System erlernt hat, auch in anderen Systemen anwendbar sind und Menschen auf die Gestaltung der verschiedenen Systeme, an denen sie teilhaben, einen Einfluss haben.

Literatur

Bronfenbrenner, U. (1981). Die Ökologie der menschlichen Entwicklung. Stuttgart: Klett-Cotta.
https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96kosystemischer_Ansatz_nach_Bronfenbrenner (12-12-07)


Weitere Seiten zum Thema

Falls Sie in diesem Beitrag nicht fündig geworden sind, können Sie mit der folgenden Suche weiter recherchieren:



You must be logged in to post a comment.

Diese Seiten sind Bestandteil der Domain www.stangl.eu



© Werner Stangl Linz 2020
/p> ...............
<