Ideenflucht

Unter Ideenflucht bezeichnet man in der Psychopathologie übermäßig einfallsreiche Gedankengänge, wobei durch vemehrte Assoziationen das Denkziel permanent wechselt. Das Denken wirkt dadurch zwangsläufig oberfächlich, der Betroffene ist durch äußere Reize leicht ablenkbar, gerät dabei vom Hundertsten ins Tausendste, denkt und spricht Sätze meist nicht zu Ende.

Die Ideenflucht gehört zu den formalen Denkstörungen, also jenen Denkstörungen, die durch eine Beeinträchtigungen des Denkablaufs gekennzeichnet sind, etwa indem sie die Geschwindigkeit des Denkens in beide Richtungen beeinflussen, indem die Gedanken perseverieren oder dahinjagen, neue Begriffe erfunden werden oder metaphorisch verwendete Phrasen wörtlich genommen werden. In extremen Fallen kann die Sprache auf die Umgebung völlig desorganisiert und unzusammenhängend wirken.

Ideenflucht ist u. a. ein Leitsymptom der Manie, sie treten aber auch in Folge von Drogenkonsum wie Alkohol, Amphetaminen oder Cannabis auf.



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