Zum Inhalt springen

Als Opiate bezeichnet man Opium und seine Derivate wie Morphium und Heroin, welche die neuronale Aktivität vermindern und daher zeitweise Schmerzen und Angstgefühle lindern. Siehe dazu im Detail das Arbeitsblatt Opiate.

Übrigens hat man in mehr als 3000 Jahre alten Gräbern Keramikgefäße mit Rückständen von Opium entdeckt, das wohl schon damals als Rauschmittel genutzt wurde. Offenbar kann schon im 14. Jahrhundert v. Chr. Opium offenbar in manchen Regionen der Welt als Droge zum Einsatz, was Keramikgefäße nahelegen, die Archäologinnen und Archäologen in der Grabungsstätte Tel Yehud in Israel entdeckten und die Rückstände des Rauschmittels enthielten. Bereits 2012 stieß man auf spätbronzezeitliche Grabstätten, in denen neben Knochen und Töpfen, die vermutlich einst mit Wasser und Nahrungsmitteln gefüllt waren, noch weitere Gefäße lagen, die auf Grund ihrer Form ein wenig an geschlossene Mohnblüten erinnerten, die auf dem Kopf standen. In diesen fand man Spuren des Rauschmittels, von denen manche offenbar lokal hergestellt wurden, während andere aus Zypern stammten. Möglicherweise platzierte man das Opium absichtlich als Grabbeigabe neben den Körpern, weil man glaubte, es könne den Geistern der Verstorbenen dabei helfen, sich aus dem Grab zu erheben und den Weg ins nächste Leben zu finden. Es sei aber auch möglich, dass Familienmitglieder oder ein Priester die Droge im Rahmen der Bestattungszeremonie konsumierten, um im Rauschzustand Kontakt mit den Verstorbenen aufzunehmen.

Literatur

https://www.spektrum.de/alias/bilder-der-woche/bronzezeit-mit-opium-begraben/2059989 (22-09-23)



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.