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Sommerdepression


Die Sommerdepression gehört zu den saisonal affektiven Störungen (SAD) und ist eine Sonderform der Depression. Demnach gibt es neben der Winterdepression und Herbstdepression als saisonal abhängiger Depression auch die Sommerdepression. Die Sommerdepression soll vor allem jüngere Frauen treffen, wobei es in einer Frauenzeitschrift heißt: “Die Freude fehlt, man fühlt sich rastlos, hat das Gefühl, etwas zu verpassen. Die Zeit rennt und schleicht doch. Die Gefühle, die eine Sommerdepression mit sich bringt, sind so vielfältig wie zermürbend. Dabei strahlt doch draußen die Sonne und alle genießen das gute Wetter – so fühlt es sich zumindest an.”

Wissenschaftlich belegt sind die Auslöser bisher nicht, wobei sich die wissenschaftliche Datenlage hauptsächlich auf die Herbst-Winter-Depression bezieht. So soll es durch die jahreszeitlich bedingten Lichtverhältnisse zu einer Störung der Melatoninproduktion im Körper kommen, die für einen geregelten Schlaf-Wach-Rhythmus (zirkadianer Rhythmus), die innere Uhr, zuständig ist. Melatonin wird in der Zirbeldrüse als Reaktion auf fehlendes Licht ausgeschüttet und signalisiert unserem Körper, dass es Zeit ist, zu schlafen. Störungen chronobiologischer Rhythmen werden bei Depressionen im Allgemeinen und bei saisonal abhängigen Depressionen im Besonderen jedoch immer wieder diskutiert.

Während bei der Winterdepression aber vor allem der Mangel an Tageslicht ausschlaggebend ist, ist es im Sommer also einfach zu viel Licht, denn durch das viele Tageslicht wird zu wenig Melatonin ausgeschüttet, und  biochemische Prozesse im Körper geraten durcheinander und man leidet etwa an Schlafstörungen oder Verstimmungen. Durch die längeren Helligkeitsphasen gerät der Tagesablauf durcheinander, die Routinen kommt ins Wanken. Die Hauptsymptome einer Sommerdepression decken sich daher auch mit denen einer Winterdepression:

  • Müdigkeit und Antriebslosigkeit
  • Gedrückte Stimmung, wenig Freude und Desinteresse
  • Schlafstörungen
  • Pessimissmus
  • Vermindertes Selbstwertgefühl
  • Appetitlosigkeit und Gewichtsabnahme oder aber Heißhungerattacken
  • Suizidgedanken
  • Kognitive Störungen
  • Schuldgefühle

Im Sommer kommt aber erschwerend dazu, dass gefühlt alle anderen Menschen Spaß haben, ausgeglichen sind und die Sonne so richtig genießen, während die Betroffenen dagegen Schuldgefühle plagen. Selbstzweifel verstärken dann die Sommerdepression. Betroffen sollen dabei vor allem Frauen zwischen 20 und 40 Jahren sein und soll bei etwa vier bis sechs Prozent der Bevölkerung vorliegen.

Während man eine Winterdepression mit einer Lichttherapie behandeln kann, ist es bei einer Sommerdepression nicht unbedingt förderlich, sich ins Dunkle zu setzen, doch hilft es, die Fenster nachts möglichst abzudunkeln. Auch regelmäßige körperliche Aktivität kann vor allem bei leichten und mittelschweren Depressionssymptomen helfen bzw. vorbeugend wirken.

Literatur

https://www.bildderfrau.de/gesundheit/psychologie/article229431032/Sommerdepression-Symptome-Ursachen-Hilfe.html (20-07-02)
https://www.netdoktor.at/krankheit/sommerdepression-6928983 (17-11-21)


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