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Overthinking


Overthinking bezeichnet jenes Syndrom, wenn sich Menschen zu viele Gedanken auf einmal machen, wobei es zwar vollkommen normal ist, dass Menschen viel denken, wenn sie etwas beschäftigt, doch sobald das Denken deren Leben kontrolliert, kann es krankheitswertigen Charakter erreichen (siehe dazu Rumination). Wenn Menschen ein Problem belastet, denken sie so lange darüber nach, bis sich ihre Gedanken nur mehr im Kreis drehen, bis vollkommen erschöpft ist und das Problem dann letzten Endes beiseite legen muss und verdrängt.

In endlosen Schleifen über etwas nachzudenken ist äußerst anstrengend, wobei davon Betroffene die meiste Zeit des Tages mit Grübeln verbringen, wodurch sie sich selbst unter Druck setzen und diesen Druck dann mit Stress verwechseln. Es gibt Menschen, bei denen der Grad des Overthinking pathologisch wird, wobei dieses Phänomen viele Formen annehmen kann: endloses Überlegen bei der Entscheidungsfindung und danach das Infragestellen dieser Entscheidung, der Versuch, Gedanken anderer zu lesen, der Versuch, seine Zukunft vorherzusagen, das Informieren zu einer Fragestellung bis ins kleinste Detail. Solche Menschen haben ständig Kommentare im Kopf, kritisieren und zerpflücken, was sie gestern gesagt und getan haben, haben z. B. Angst, dass sie schlecht aussehen, und machen sich Sorgen über eine schreckliche Zukunft, die sie vielleicht erwartet.

Ihr Denken dominiert das “Was wäre, wenn” und “Sollte ich nicht besser“, als ob eine unsichtbare Jury über ihr Leben urteilen würde. Sie schlafen schlecht, weil sie des Nachts durch Grübeln und Besorgnis wach bleiben, d. h., Ruminatoren gehen immer wieder die Ereignisse des letzten Tages durch und stellen große Fragen: “Warum ist das passiert?” “Was bedeutet das?“. Aber sie finden nie eine Antwort.

Overthinking ist destruktiv und geistig anstrengend und kann dazu führen, dass man das Gefühl hat, an einem Ort festzusitzen, und wenn man aus diesem Gefühl heraus nicht handelt, kann sich das massiv auf das tägliche Leben auswirken, kann die Gesundheit und das gesamtes Wohlbefinden in Gefahr kommen, wobei man auch anfälliger für Depressionen und Angstzustände wird. Extremes Overthinking kann leicht das Gefühl des Verlusts der Kontrolle über sein Leben erzeugen und beraubt Menschen so an der aktiven Teilnahme an allem um sie herum.

Das Overthinking kann sich auch auf die Mitmenschen oder die nächsten Angehörigen richten. In diesem Fall sollte man den Kontakt suchen, denn es beruhigt, wenn man von diesen Personen selber hört, dass es ihnen gut geht. Es gibt aber auch Menschen, die sich allgemein viel Sorgen machen und auch für Menschen leiden, die sie nicht kennen, oder sich allgemein Sorgen um den Zustand der Welt sorgen, etwa zum Thema Klimakatastrophe. In diesem Fall ist es wichtig, dass man sich selbst schützt, z. B. den Einschlägigen Nachrichtenkonsum reduziert und versucht, so gut es geht, die Gedanken auf was Positives zu lenken.


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