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Risikokompetenz


Risikokompetenz – risk literacy, risk savvy – bezeichnet die Fähigkeit von Menschen, informiert, kritisch und reflektiert mit bekannten und unbekannten Risiken in den verschiedensten Bereichen der modernen Welt umzugehen. Zu den einzelnen Kompetenzen zählen etwa statistisches Denken, heuristisches Denken, Systemwissen und vor allem psychologisches Wissen. Dieses psychologische Wissen bezieht sich auf jene inneren Faktoren, die das Risikoverhalten beeinflussen, also individuelle Eigenschaften wie risikosuchend oder risikoscheu, aber auch auf Auslöser von Angst und Vermeidungsverhalten wie etwa Schockrisiken (Flugzeugabstürze, Katastrophen), die bei vielen Menschen schnell große Angst auslösen, obwohl viel mehr Menschen etwa durch das Rauchen oder im Straßenverkehr sterben.

Risikokompetenz ist in hohem Maße erlernbar. Risikokompetente Menschen wissen demnach, was sie sich selber zutrauen können, ohne sich und andere zu gefährden, sie erkennen, wann sie eine Aktivität abbrechen oder gezielt Hilfe holen müssen. Risikokompetenz setzt sich aus dem Gefahrenbewusstsein und der Fähigkeit zur Selbststeuerung zusammen, wobei das Gefahrenbewusstsein die Fähigkeit beschreibt, Gefahren wahrzunehmen und diese angemessen zu beurteilen. Diese Fähigkeit entwickelt sich bei Kindern in der Regel in zwei Stufen: Mit dem akuten Gefahrenbewusstsein nimmt das Kind die Gefahr einer Situation erst wahr, wenn es sich bereits mittendrin befindet, während das vorausschauende Gefahrenbewusstsein hilft, potenzielle Gefahren einer Situation bereits im Vorfeld wahrzunehmen. Ist für ein Kind eine Situation vertraut, fällt das Erkennen und Beurteilen von Gefahren leichter als in unbekannten oder komplexen Situationen. Mit der Selbststeuerungsfähigkeit gelingt es Kindern mit der Zeit, Gefahren angemessen zu begegnen und ihr Verhalten anzupassen, d. h., mit zunehmender Erfahrung haben Kinder und Jugendliche immer mehr Handlungsalternativen zur Verfügung. Verschiedene Faktoren können den sicheren Umgang mit Gefahren aber beeinträchtigen, etwa der Druck von außen in Form eines Gruppendrucks, entgegengesetzten inneren Motiven wie Lustprinzip vs Bequemlichkeit oder auch Ablenkung.

Literatur

Gigerenzer, G. (2013). Risiko: Wie man die richtigen Entscheidungen trifft. München: Bertelsmann.


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