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Neurulation


Als Neurulation bezeichnet man in der Embryonalentwicklung die Bildung des Neuralrohrs, also der embryonalen Anlage des späteren Zentralnervensystems. Mit diesem Prozess beginnt bei allen Wirbeltieren, also auch beim Menschen, die Manifestation des zentralen Nervensystems. Die Neurulation setzt etwa in der dritten Woche der Embryonalentwicklung nach der Befruchtung der Eizelle ein. Ausgangspunkt ist die Bildung einer Neuralplatte, deren Ränder sich im weiteren Verlauf wölben, um in der Mitte eine Neuralrinne zu bilden, d. h., sie geht primär durch Einsenkung und Abfaltung des Neuroektoderms aus dem Ektoderm hervor. Diese komplexen Prozesse sind ein Zusammenspiel aus zahlreichen Faktoren und Wechselwirkungen.

Das Neuralrohr ähnelt dabei einem Kanal, der an beiden Enden geöffnet ist, wobei beim Kopfende (Neuroporus anterior) sich das Gehirn entwickelt, während das kaudale Ende (Neuroporus posterior) das Rückenmark bildet. Der Hohlraum dieses Neuralrohres bildet später das Ventrikelsystem des Zentralnervensystems. Wird das Schließen des Neuralrohrs gestört, können in dieser Phase zahlreiche Missbildungen entstehen, etwa die Anencephalie, wobei der Neuroporus anterior unverschlossen bleibt und in der Folge ein großer Teil des Schädeldachs, des Groß- und Zwischenhirns fehlen. Bei der Spina bifida verschließt sich der Neuroporus caudalis nicht und die Wirbelbögen bleiben geöffnet.


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