Labyrinth-Effekt

Der Labyrinth-Effekt – auch IKEA-Effekt – bezeichnet den psychologischen Hintergrund der Gestaltung von Warenhäusern aber auch von Spielcasinos, die absichtlich wie Labyrinthe konzipiert werden, wobei das Ziel ist, dass die Kunden sich im Warenhaus bzw. im Casino verlieren und in der Verwirrung weitaus mehr einkaufen oder mehr Spielmöglichkeiten nutzen als ursprünglich geplant. Besonders KundInnen werden auf eine Art und Weise durch das Warenhaus geführt, die das Zurückgehen erschwert, denn wenn man etwas sieht, legt man es in seinen Einkaufswagen, weil man später in der Regel nicht mehr an den gleichen Ort zurück kommt. Dieser Effekt wird zusätzlich durch die Abseitslage mancher Warenhäuser am Stadtrand unterstützt, damit man die Gelegenheit benutzt, wenn man schon einmal die weite Anreise auf sich genommen hat.

Auch in Casinos versucht man, SpielerInnen durch die Gestaltung am Gehen zu hindern, denn selbst wenn sie das Casino verlassen möchten, können sie den Ausgang nur schwer finden bzw. werden durch zusätzliche Spielmöglichkeiten zum Bleiben verlockt. Vor allem in Casinos mit anschließenden Hotels gehen die Menschen normalerweise schon durch die Casino-Lobbys, um die Aufzüge oder die Rezeption zu erreichen.

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