kognitive Prozesse

Denken, Lernen, Gedächtnis, Wahrnehmung, Aufmerksamkeit oder Sprache werden unter dem Begriff kognitive Prozesse subsumiert, wobei sich alle diese Prozesse zwar für Forschungszwecke isoliert betrachten lassen, doch sind sie alle im Wesentlichen nur Aspekte der menschlichen Kognition, also der Art und Weise, wie Menschen Erkenntnisse über die Welt, in der sie leben, gewinnen. Kognitive Prozesse basieren auf physikalischen Ereignissen im Nervensystem und im Gehirn, bei denen Informationen physisch übertragen werden.

Es wurden zahlreiche Theorien entwickelt, wie diese Erkenntnisse der Welt zustande kommen, wobei speziell das Lernen dabei aus diesen verschiedenen Perspektiven beleuchtet wurde. Insbesondere der Kognitivismus hat sich mit dieser Thematik beschäftigt, wobei Kognition für ihn einen Prozess darstellt, in dem Informationen aufgenommen, organisiert und verarbeitet werden. Unter Kognitionen versteht man jene Vorgänge, durch die ein Organismus Kenntnis von seiner Umwelt erlangt. Im menschlichen Bereich sind dies besonders: Wahrnehmung, Vorstellung, Denken, Urteilen, Sprache. Durch Kognition wird Wissen erworben, was nichts anderes bedeutet, dass das Ziel jeder Kognition letztlich das Lernen bzw. der Wissenserwerb ist.

Besonders interessant ist dabei die für den Menschen charakteristische Metakognition, also die Auseinandersetzung mit den eigenen kognitiven Prozessen, den Gedanken, Meinungen, Einstellungen, der Aufmerksamkeit oder Kreativität. Metakognitionen umfassen nämlich zum einen das Wissen und zum anderen auch die Kontrolle über die eigenen Kognitionen.

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