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egozentrische Zeitordnung


Zeitliche Ordnungsurteile können die Integration von selbst generierten Handlungsereignissen und externen sensorischen Informationen erfordern. Tang & McBeath (2019) untersuchten, ob die bewusste Erfahrung voreingenommen ist, um die eigenen Handlungsereignisse vor gleichzeitigem Auftreten externer Ereignisse wahrzunehmen, wie etwa die Entscheidung, ob man selber oder der Gegner zuletzt einen Ball berührt haben. Die Probanden beurteilten dabei die zeitliche Ordnung, indem sie ihre eigene Berührung mit der Berührung eines anderen Teilnehmers, einer mechanischen Berührung oder einem akustischen Klick verglichen. Wenn bei den Experimenten zwei einander gegenüber sitzende Probanden gleichzeitig reagierten, behaupteten durchschnittlich 67 Prozent, sie selbst seien schneller als der andere gewesen. In allen drei Situationen fand sich diese stabile Verzerrung, wobei die selbst erzeugte Handlungen etwa fünfzig Millisekunden vor den externen sensorischen Ereignissen auftraten. Tang & McBeath (2019) bezeichnen diese Verzerrung als egozentrische Zeitordnung, was bedeutet, dass wenn zwei Spieler gleichzeitig einen Ball berühren, beide unterschiedliche subjektive Erfahrungen mit dem letzten Berühren haben, was zu Auseinandersetzungen führen kann. Menschen benötigen also etwas mehr Zeit, um etwas Unerwartetes zu verarbeiten, etwa wenn ihnen jemand unerwartet auf die Schulter klopft.

Literatur

Tang, Ty Y. & McBeath, Michael K. (2019). Who hit the ball out? An egocentric temporal order bias. Science Advances, 5, doi:10.1126/sciadv.aav5698.


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