dysexekutives Syndrom

Die Bezeichnung dysexekutives Syndrom bezieht sich auf Störungen diverser kognitiver Funktionen mit deutlich unterschiedlicher Symptomatik, während das Frontalhirnsyndrom die anatomische Lokalisation der Schädigung bezeichnet. Bei Schäden im Frontalhirn müssen jedoch nicht immer zwingend exekutive Funktionen betroffen sein, bzw. kommt es nicht nur bei Schäden im Frontalhirn zu gestörten exekutiven Funktionen, da auch die ungestörte Funktionsfähigkeit anderer Gehirnbereiche wie etwa des Thalamus für die exekutiven Funktionen erforderlich ist. Dabei bestehen Ähnlichkeiten mit dem Frontalhirnsyndrom, das sich meist ebenfalls auf die Beeinträchtigung exekutiver Funktionen auswirkt, doch eine Gleichsetzung sollte unbedingt vermieden werden, da beide Begriffe unterschiedliche Dinge bezeichnen. Die Bezeichnung dysexekutives Syndrom bezieht sich auf Störungen verschiedener kognitiver Funktionen mit deutlich unterschiedlicher Symptomatik, während das Frontalhirnsyndrom die anatomische Lokalisation der Schädigung bezeichnet.

Die Bezeichnung dysexekutives Syndrom soll zum Ausdruck bringen, dass es sich um eine Störung eines zentralen Kontrollorgans handelt, das kognitive und emotionale Leistungen und Reaktionen überwacht. Definition und Grenzen des dysexekutiven Syndroms sind nicht eindeutig festgelegt, so dass unterschiedliche Symptome und Störungen damit erfasst sein können. Ein wesentlich Bereich betrifft das Denken und Problemlösen und der andere Bereich emotionale Reaktionen und soziales Verhalten. Für beide Aspekte werden in erster Linie Schädigungen des Stirnhirns und diffuse Hirnschädigungen verantwortlich gemacht.

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