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Sprache


Es gibt keine größere Illusion als die Meinung, Sprache sei ein Mittel der Kommunikation zwischen Menschen.
Elias Canetti/em>
Die Sprache ist die Quelle der Missverständnisse.
Antoine de Saint-Exupéry (Der kleine Prinz)
Die Sprache ist eine Waffe, haltet sie scharf!
Kurt Tucholsky

Im speziellen Sinn bezeichnet das Wort Sprache ein mehr oder minder komplexes Element der Kommunikation vor allem in Form bestimmter Einzelsprachen wie Deutsch oder Englisch, wobei die gesprochenen oder geschriebenen Sprachen gemäß ihrer genetischen Verwandtschaft in Sprachfamilien gegliedert werden. Nach einer Erhebung der National Geographic Society werden weltweit an die 7000 Sprachen aktiv verwendet, von denen mehr als die Hälfte vom Aussterben bedroht sind, da sie kaum gesprochen und auch nicht mehr an Kinder weitergegeben werden. Sprache ist dabei Träger von Sinn und Überlieferung, Schlüssel zum Welt- und Selbstverständnis sowie zentrales Mittel zwischenmenschlicher Verständigung.

Sprache ist für die Psychologie deshalb so besonders wichtig, da neben dem Handeln das Sprechen und das damit eng verbundene Schreiben die wohl wichtigsten Repräsentanten geistiger und emotionaler Prozesse darstellen, denn durch sie versuchen Menschen, die notwendige Einstellung und Orientierung für zweckmäßige und zielführende Handlungen herzustellen. Während Beobachten, Wahrnehmen, Denken, Erkennen, Verstehen und Entscheiden innere Vorgänge sind, die man nicht beobachten kann, gehören das Sprechen und Schreiben neben dem Handeln zu den wenigen Vorgängen, die vom Innenleben nach außen dringen. Nichts macht die Besonderheit eines Menschen deutlicher als seine Sprache, denn sie ist gewissermaßen die Visitenkarte seines Denkens, auch wenn Worte, Sätze und Texte im Grunde gar keinen Inhalt besitzen, sondern nur Platzhalter für etwas Gemeintes sind.

Die Theorie des kommunikativen Handelns, das Hauptwerk von Jürgen Habermas, thematisiert die praktische und theoriekritische Bedeutung des kommunikativen Handelns für das soziale Leben der modernen Gesellschaft. Nach Habermas liegen die normativen Grundlagen der Gesellschaft in der Sprache, die als zwischenmenschliches Verständigungsmittel soziale Interaktion erst ermöglicht. Durch diese Teilmenge der Kommunikation versuchen Handelnde sich verständigungsorientiert aufeinander zu beziehen, wobei diese in der Sprache angenommene kommunikative Rationalität die Grundlage sozialen Handelns bildet und dem Begriff zweckrationalen Handelns vorangeht, der von einem teleologischen Handlungsmodell ausgeht und nicht die rationalisierungsfähigen Aspekte sprachlicher Verständigung innerhalb interpersonaler Beziehungen anerkennt. Kommunikation im Sinne von Habermas impliziert dabei Verständigung als Aufgabe und Bestreben dersMenschen, wobei insbesondere Weltbilder und Werte in einem Konsensprozess zur Übereinstimmung gebracht werden müssen, um ein friedliches Zusammenleben zu erreichen.

Literatur

https://de.wikipedia.org/wiki/Sprache (15-11-21)
https://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/KOMMUNIKATION/buehlermodell.shtml (15-11-21)
https://de.wikipedia.org/wiki/Theorie_des_kommunikativen_Handelns (17-12-14)

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