nervous consumption

Richard Morton, der übrigens maßgeblich an der Ursachenforschung zur Tuberkulose beteiligt war, war ein englischer Mediziner und hat den Begriff der nervous consumption, also eines abweichenden Essverhaltens, als erster als Krankheitsbild beschrieben, wobei er sich im Wesentlichen auf die Anorexie bezog.

Die soziokulturelle Bedeutung abweichenden Essverhaltens hat sich im Laufe der Geschichte gewandelt, wobei das Fasten im Mittelalter das typische Merkmal einer asketischen Lebensweise war, die religiös-mystische Erlebnisse ermöglichen sollte. Berühmt sind die Fastenheiligen des Spätmittelalters wie Prinzessin Margarethe von Ungarn, Katharina von Siena oder die schottische Königin Mary, aber auch die Hungerkünstler und säkularen Fastenwunder des 16. bis 19. Jahrhunderts, wobei Nahrungsverweigerung auch immer wieder zur Durchsetzung von politischen Motiven eingesetzt wurde.



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