Mitläufereffekt

Der Mitläufereffekt, auch Gewinner-Effekt oder Bandwagon-Effekt, bezeichnet in der psychologischen Handlungstheorie die Wirkung, die ein wahrgenommener Erfolg auf die Bereitschaft ausübt, sich diesen voraussichtlich erfolgreichen Handlungsweisen anzuschließen. Die Bereitschaft, sich mit seinen Einstellungen und Verhaltensweisen einer Mehrheit anzuschließen, spielt besonders eine Rolle bei Veröffentlichung von Ergebnissen aus Wahlumfragen kurz vor der Stimmabgabe, wonach die Stimmabgabe zugunsten der vorhergesagten Gewinner beeinflusst werden kann. Dieser handlungsbestimmende Effekt findet sich im Bereich der Wahlforschung der Medienwirkungsforschung und auch der Konsumforschung.

Der Bandwagon-Effekt wurde von P. F. Lazarsfeld, B. Berelson und H. Gaudet (1948) bei der Wählerforschung entdeckt und beschrieben. Den Gegensatz dazu bildet der Underdog-Effekt.

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