Lernblockade

In psychologischem Sinne versteht man unter einer Lernblockade die Unfähigkeit, ein bestimmtes Potenzial auf mentaler und physischer Ebene zu einem bestimmten Zeitpunkt abzurufen. Das gilt beim Lernen genauso wie bei anderen Aktivitäten, etwa beim Sport, denn man hat sich gut vorbereitet und in dem Augenblick, in dem man das Gelernte zeigen soll, etwa bei der Prüfung oder einem Wettbewerb, kann man seine Leistung nicht mehr erbringen bzw. es fällt einem plötzlich nichts mehr ein.

In diesen Stresssituationen findet man körperliche Beschwerden wie Herzrasen, Beklemmungen, steife Gliedmaßen, feuchte Hände, Schwitzen, Kältegefühl, Bauchschmerzen bis hin zur Ohnmacht. Wenn diese Situation vorbei ist, dann sind auch meist die körperlichen Beschwerden verschwunden.

Verursacher von Blockaden ist Angst in den verschiedensten Formen und Ausprägungen, etwa die Angst vor dem Versagen, die Angst, andere zu enttäuschen, wobei vor allem die befürchteten Konsequenzen des eigenen Handelns lähmend wirken. Auch die Angst vor sozialer Ausgrenzung und Angst, verspottet zu werden, kann zu solchen Blockaden führen. Die Ursachen liegen oft in einer Konditionierung in der frühen Erziehung, wenn das eigene Versagen von den Eltern sanktioniert wurde und allein der Leistungsgedanke, oft in Verbindung mit einem drohenden Liebesentzug in der Erziehung, vorherrschte. Kinder, die trotz negativer Noten gefördert und unterstützt werden, kämpfen in der Regel später in ihrem Leben weniger mit solchen Blockaden aus Angst.

Siehe dazu: Was tun bei Lernblockaden?

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