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scaffolding


Der aus dem Englischen stammende Begriff Scaffolding (scaffold bzw. scaffolding bezeichnet ein Gerüst) wird in den konstruktivistischen Lerntheorien verwendet, um im pädagogisch-psychologischen Kontext die Unterstützung eines Lernprozesses durch die Bereitstellung einer ersten vollständigen Orientierungsgrundlage in Form von Anleitungen, Denkanstößen und anderen Hilfestellungen zu beschreiben. Ziel dabei ist, dass der Lernende allmählich  dieses Gerüst immer weniger benötigt, um sich in dem jeweiligen Kontext zurechtzufinden. So werden durch die Methode des Scaffolding SchülerInnen durch eine systematische Veränderung der  Unterrichtssituation und mit Hilfe des Lehrers in die Lage versetzt, sich bildungssprachliche Formu­lierungen anzueignen.

Das Konzept wurde 1976 von Wood, Bruner und Ross empirisch eingeführt und von Vygotsky mit der “Zone der proximalen Entwicklung” in Verbindung gebracht, wobei er diesen Begriff nur in einer metaphorischen Bedeutung als Möglichkeit einer temporären und unzureichenden Annäherung an einen Unterrichtsgegenstand verstand.

Scaffolding ist auch ein zentraler Schritt im Konzept der Cognitive Apprenticeship. Siehe dazu Stangl (2007).

Scaffolding ist darüber hinaus auch ein wichtiges Kriterium bei der Gestaltung von WebQuests, denn dabei werden etwa Bewertungsmaßstäbe offengelegt, nützliche Literatur angegeben und eine klare Anleitung formuliert.

Literatur

Gibbons, P. (2002). Scaffolding Language, Scaffolding Learning. Teaching Second Language Learners in the Mainstream Classroom. Portsmouth (NH): Heinemann.
Stangl, W. (2007). Die konstruktivistischen Lerntheorien: Cognitive Apprenticeship.
WWW: https://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/LERNEN/LerntheorienKonstruktive.shtml (07-03-17)
Vygotsky, L. S. (1962). Thought and language. Cambridge, MA: MIT Press.
Wood, D., Bruner, J. S., & Ross, G. (1976). The role of tutoring in problem-solving. Journal of Child Psychology and Psychiatry, 17, 89–100.


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