Life Kinetik

Eine neue Spielart der Psychotechnik Kinesiologie ist Life Kinetik, wobei diese angeblich den Körper nutzt, um die Reserven des Gehirns zu entfalten. In einer Aussendung heißt es dann: „Durch spaßige und ungewohnte Bewegungsaufgaben wird das Gehirn gezwungen, neue Verbindungen zwischen den Gehirnzellen zu schaffen. Je mehr dieser Verbindungen bestehen, desto höher ist die Leistungsfähigkeit des Gehirns. Da dieses Training körperlich kaum belastend ist, unterstützt es jeden, egal welchen Alters und Fitnessgrads, bei seiner persönlichen Entwicklung“.

Psychotechniken wie Life Kinetik erkennt man daran, dass sie komplizierte Sachverhalte auf simple Aussagen reduzieren (z.B. die Annahme, dass rechte und linke Gehirnhälfte nicht „richtig“ miteinander arbeiten würden), sie sich bekannter psychotherapeutischer Techniken bedienen, diese aber als einfache Zaubertricks mit „Aha-Effekt“ inszenieren, die gleiche „Heilmethode“ für sehr viele und sehr unterschiedliche Störungen angepriesen wird, der „therapeutische“ Prozess trotz hohem finanziellen und oft auch zeitlichem Einsatz als mühelos dargestellt wird und das Vertrauen in die „Heilmethode“ eine Voraussetzung von deren Wirksamkeit ist.

Quelle
http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/WISSENSCHAFTPSYCHOLOGIE/Kinesiologie.shtml (09-11-21)




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