wissenschaftliche Methoden

In der jeder Wissenschaft will man wie auch in der wissenschaftlichen Psychologie durch die Anwendung von Methoden im Gegensatz zu alltäglichen Methoden zu gültigen, möglichst zutreffenden, objektiven Aussagen über die Welt gelangen, die unabhängig von der einzelnen Wissenschaftlerin oder dem einzelnen Wissenschaftler sind. Daher müssen wissenschaftliche Methoden bestimmten Anforderungen genügen, die an Methoden im Alltag üblicherweise nicht gestellt werden:

  • Systematik: Eine wissenschaftliche Methode muss systematisch und regelhaft sein, wobei in der naturwissenschaftlich-quantitativen Auffassung von Psychologie mit dem Kriterium der Systematik auch die Forderung nach einer Kontrolle von Einflussvariablen mit dem Ziel einer Ursachenerklärung verbunden ist.
  • Operationalisierung: Die Anwendung einer wissenschaftlichen Methode beinhaltet, dass man genau angibt, was unter einem bestimmten Begriff zu verstehen ist, d. h., ein Begriff wird definiert und die Methode zu seiner Erfassung wird angegeben. In der quantitativen Forschung bedeutet eine operationale Definition meist auch Quantifizierung, d. h., die Ausprägungen eines Begriffs werden gemessen, etwa Durst als Dauer des Flüssigkeitsentzuges.
  • Replizierbarkeit: Diese Anforderung findet sich nur innerhalb des quantitativen Ansatzes und bedeutet, dass die Untersuchung unter denselben Bedingungen unter Anwendung derselben Methode wiederholt werden kann und dann auch dieselben Ergebnisse gefunden werden müssen.

Wissenschaftlich psychologische Methoden lassen sich somit als jene Mittel definieren, um zu möglichst objektiven Erkenntnissen über menschliches Erleben, Verhalten und Handeln zu gelangen.

 



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