Sozialformen

Sozialformen des Unterrichts sind neben Handlungsmustern wichtige Einflussfaktoren der Unterrichtsgestaltung. Die wichtigsten Sozialformen sind

Frontalunterricht: Die Klasse wird gemeinsam von einem Lehrer unterrichtet. Es besteht kein Einfluss von den Schülern auf den Unterricht – der Unterricht wird nur von dem/der LerhrerIn gestaltet. Durch Frontalunterricht ist kein selbständiges Arbeiten des Schülers möglich.
Anwendungsbereich: Anfangs- und Einführungsphase, Wiederholungen und Zusammenfassungen.

Gruppenarbeit:SchülerInnen bereiten selbständig ein vom Lehrerkörper vorgegebenes und geplantes Thema in Gruppen von drei bis sechs Personen auf. Diese ausgearbeiteten Inhalte werden dann meist noch vor der gesamten Klasse präsentiert. Der Lehrkörper tritt bei dieser Sozialform eher in den Hintergrund und nimmt eine beratende bzw. beobachtende Position ein.
Anwendungsbereich: bei Themen wo etwas diskutiert, recherchiert beziehungsweise dargestellt wird.

Partnerarbeit: Im Gegensatz zur Gruppenarbeit wird bei der Partnerarbeit ein Stoff von zwei SchülerInnen selbständig bearbeitet. Partnerarbeit kombiniert die Vorteile der Einzel- und Gruppenarbeit, erfordert jedoch einen geringeren organisatorischen Aufwand als bei der Gruppenarbeit notwendig ist. Sie steigert außerdem die Teamfähigkeit und die Aufgaben können effizienter und konzentrierter erledigt werden als in einer Gruppe.
Anwendungsbereich: Aufgaben die für eine Person zu schwierig wären.

Einzelarbeit: Bei der Einzelarbeit (auch Stillarbeit genant), erarbeitet der/die SchülerIn eine vom Lehrkörper gegebene Aufgabe alleine. Die Arbeit kann zB durch verschiedene Schwierigkeitsgrade, dem Lerntempo des/der LernendeIn angepasst werden. Es findet somit individuelles Lernen statt – der/die SchülerIn bearbeitet alleine und ohne Rücksicht auf Andere ein Problem. Anwendungsbereich: Phase des Übunens und Wiederholens (wie bei Haushaufgaben).

Offenes Lernen: Dabei wird der Unterricht variabel – d. h., ohne Festlegung eines festen didaktischen Plans – gestaltet und verschiedene Sozialformen an die unterschiedlichen Entwicklungsstufen und Interessen der SchülerInnen angepasst. Diese Form des Unterrichts hat in den letzen 20 Jahren stark an Bedeutung zugenommen.

Literatur

Kerbler, K. (2000). Motivation und Freude durch Offenen Lernen. Wien.
WWW: http://www.acdca.ac.at/material/vortrag/motivat.pdf (08.12.2005, 14:00)
Mattes, W. (2002). Methoden für den Unterricht. 75 kompakte Übersichten für Lehrende und Lernende. Paderborn.
Meyer, H. (1994). Unterrichtsmethoden. I: Theorieband. Frankfurt am Main: Scriptor Verlag.
Meyer, H. (1987). Unterrichtsmethoden. II: Praxisband. Frankfurt am Main: Scriptor Verlag.




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