Rett-Syndrom

Das Rett-Syndrom ist eine genetisch bedingte, progressiv verlaufende, neurologische Entwicklungsstörung, mit der Folge einer schweren geistigen und körperlichen Behinderung. Das Rett-Syndrom tritt ausschließlich bei weiblichen Säuglingen auf und ist Folge einer Enzephalopathie, bei der sich die Betroffenen zwar in den ersten Monaten normal entwickeln, aber zwischen dem 7. und 24. Lebensmonat sich die schon erworbenen sprachlichen und motorischen Fähigkeiten zurückbilden, es kommt zu Hyperventilation, Rumpfschaukeln und anderen Stereotypien. Der Zustand der Kinder stabilisiert sich dann wieder und das Erreichen eines normalen Alters ist möglich.

Menschen mit Rett-Syndrom zeigen typischerweise Symptome von Autismus und eine Ataxie. Die erkrankten Personen haben eine variable mentale Retardierung, viele sprechen einige Worte und befolgen einfache Aufforderungen. Sozial- und Spielentwicklung sind daher zwar gehemmt, das soziale Interesse bleibt jedoch erhalten. Weiterhin charakteristisch für das Rett-Syndrom sind epileptische Anfälle und Handstereotypien, die den Bewegungen beim Händewaschen ähneln.

Benannt ist diese Erkrankung nach dem Wiener Kinderarzt Andreas Rett, der die Syptome erstmals beschrieb.

Linktipp: http://www.rett-syndrom.at/ (11-06-07)





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