unipolare Depression

Eine unipolare Depression ist eine typische Verlaufsform der Zyklothymie  und ist dabei die häufigste Ausprägung dieser Erkrankungsform. Von unipolarer Depression spricht man, wenn depressive Phasen, jedoch keine manischen Phasen auftreten. Treten außer den Symptomen der Niedergeschlagenheit, Antriebsarmut und Interesselosigkeit auch Phasen grundloser, übermäßig gehobener und distanzloser Stimmung (Manie) auf, liegt eine bipolare Störung vor. Bei etwa zwanzig Prozent der Menschen mit Depressionen verläuft die Erkrankung bipolar. Es gibt Hinweise, dass bipolare Störungen mit leichteren maniformen Symptomen noch häufiger sind und nicht selten unerkannt bleiben, wobei die reine Manie ohne depressive Phase eher sehr selten vorkommt.

Die unipolare Depression ist eine ausgeprägte Antriebsarmut, die durch eine traurige Grundstimmung und eine Denkverlangsamung charakterisiert ist. Meist gibt es ein Morgentief, das sich im Tagesverlauf verändert und in ein Abendhoch mündet. Körperlich findet man bei den Betroffenen vor allem Schlaf- und Appetitmangel. Die Therapie der unipolaren Depression erfolgt in letzter Zeit häufig über Schlafentzug, der zumeist kurzfristig das Krankheitsbild positiv beeinflusst.

 




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