zwanghafte Persönlichkeit

Die zwanghafte Persönlichkeit gehört zu den Persönlichkeitsstörungen und ist durch ein übertrieben genaues Verhalten gekennzeichnet. Betroffene neigen dazu alle Erledigungen übertrieben gewissenhaft auszuführen, wobei in vielen Fällen der gesamte Tagesablauf vollständig durchgeplant wird. Die zwanghafte Persönlichkeit neigt zu Dogmatismus und Prinzipienreiterei und neigt dazu, sich selbst einzuengen. Bedingt durch ihre zwanghaften Verhaltensweisen und ihre Gewissenhaftigkeit geraten Betroffene immer wieder in Konflikte mit sich und der Umwelt. Bedingt durch ihren Perfektionismus kann die Symptomatik häufig durch Entspannungsübungen und Rituale abgeschwächt werden, da diese in der Regel gut in das zwanghafte Grundverhalten integriert werden.

Die zwanghafte Persönlichkeit möchte am liebsten, dass alles so bleibt, wie es ist, und das Sicherheitsbedürfnis ist gewaltig und sie neigt dazu, sich selbst einzuengen und an Regeln unter allen Umständen festzuhalten. Der Zwanghafte steht folglich unter enormem Innendruck, wirkt starr und ungelöst, und neigt dazu, die Partnerin bzw. den Partner und Kinder nach seiner Vorstellung, die als die einzig richtige gilt, zu formen. Zwanghafte Menschen sind aber auch ausdauernd, fleißig, konsequent, planvoll und verantwortungsbewusst, d.h. man kann sich auf sie verlassen.

Literatur
Riemann, Fritz (1990). Grundformen der Angst. München: Ernst-Reinhardt-Verlag.




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