Elektrakomplex

Der Begriff des Elektrakomplex stammt aus der analytischen Psychologie C. G. Jungs und bezeichnet die überstarke Bindung einer weiblichen Person an den Vater bei gleichzeitiger Feindseligkeit gegenüber der Mutter. Er gilt Jung als das weibliche Gegenstück zum Ödipuskomplex. Theoretische Basis des Begriffes ist Sigmund Freuds Annahme des Penisneids.

Der Name Elektrakomplex leitet sich von der Sagengestalt Elektra ab, die ihrem Bruder Orest dabei hilft, ihre Mutter Klytaimnestra und ihren Stiefvater Aigisthos zu ermorden, und zwar aus Rache dafür, dass diese gemeinsam Agamemnon ermordet haben, den Vater der Geschwister und Klytaimnestras früheren Ehemann.

Übrigens: Freud lehnte die Theorie als unhaltbar ab, auch wenn es diesen namensgebenden Präzedenzfall in der Antike gegeben hatte. Diese Erzählung ist die auch Basis der Tragödie „Elektra“ von Hugo von Hofmannsthal (nach dem gleichnamigen Drama von Sophokles), die von Richard Strauss als einaktige Oper vertont wurde und 1909 in Dresden uraufgeführt wurde.

Quellen
http://de.wikipedia.org/wiki/Elektrakomplex (08-11-24)
https://de.wikipedia.org/wiki/Elektra_(Strauss) (08-11-24)
https://www.youtube.com/watch?v=LzUaFOwU9xQ (17-03-21)



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