Etikettierungsansatz

Der Etikettierungsansatz ist auch bekannt unter dem Namen „Labeling Approach“, wobei in diesem theoretischen Ansatz  davon ausgegangen wird, dass jedem Menschen aufgrund von Verhalten, Fehlverhalten, abweichendes Verhalten, vorhandenen oder auch nicht vorhandenen Merkmalen oder Defiziten ein Etikett angeheftet wird. Manchmal ist der Begriff Etikett ein anderes Wort für Stigma, denn viele Menschen, die etikettiert werden, sind von der Gesellschaft häufig stigmatisiert. So erhalten alte Menschen häufig das Stigma der Gebrechlichkeit zugeschrieben, dass sie mehr Fehler machen, langsamer sind und häufiger Unfälle haben. Solche Etikettierungen führen häufig zu sich selbst erfüllenden Prophezeiungen, d. h., dass z.B. einem älteren Menschen immer wieder gesagt wird, dass er oder sie nicht mehr Auto fahren soll, da er oder sie sicher in einem Unfall verwickelt sein werde, bis er aus Unsicherheit und Ängstlichkeit tatsächlich in einen Unfall verwickelt wird. Besonders dramatisch können die Folgen von Etikettierungen in der Kindheit sein, die sich unter Umständen auf das ganze Leben lang auswirken können.




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