Co-Abhängigkeit

Unter Co-Abhängigkeit versteht man, dass ein Angehöriger eines Suchtkranken gleichsam zum Komplizen des Abhängigen wird, wobei er den Abhängigen in seiner Sucht unterstützt, indem er dessen Suchtmittelkonsum und dessen auffälliges Verhalten vertuscht oder deckt, Fehler bagatellisiert oder entschuldigt. Indem der Co-Abhängige den Abhängigen vor anderen – Freunden, Arbeitgeber, Nachbarn – in Schutz nimmt, verhindert er, dass der Abhängige die negativen Auswirkungen seines Suchtmittelkonsums und die damit verbundenen negativen Konsequenzen zu direkt verspürt und nicht genügend Leidensdruck aufbauen kann, um etwas gegen seinen Suchtmittelkonsum zu unternehmen. Der Co-Abhängige zögert damit den Zeitpunkt hinaus, zu dem der Abhängige zu der Einsicht einer Therapie gelangt, Wodurch sich das Suchtproblem oft massiv verstärkt. Ein Ausstieg aus der Co-Abhängigkeit gelingt durch die Erkenntnis, dass sie dem Suchtkranken durch ihre Hilfe nicht helfen, sondern eher schaden. Es gibt acuh Selbsthilfegruppen für Co-Abhängige, in denen sie lernen, die eigene Person und die eigene seelisch-körperliche Gesundheit wieder in den Mittelpunkt zu stellen und sich nicht mehr für die Abhängigkeit des Partners allein verantwortlich zu fühlen.

Quelle
http://www.lebenshilfe-abc.de/co-abhaengigkeit.html (11-12-12)




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