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Schlafstarre

Die Schlafstarre, Schlaflähmung oder Schlafparalyse versteht man die nahezu vollständige Bewegungsunfähigkeit des Körpers während der Traumphasen, wodurch dieser natürliche Vorgang verhindert, dass im Traum erlebte Muskelbewegungen auch in der Realität ausgeführt werden. Die Schlafstarre wird in der Regel nicht bewusst erlebt, da sie beim Aufwachen ohne Verzögerung beendet wird. Während der Schlafphase, in der Träume auftreten, findet man auch die schnellen Augenbewegungen. Die Schlafstarre kann durch eine körperliche Berührung unterbrochen werden.

Die Schlafstarre kann auch über den Traum hinaus in die Wachphase andauern, wobei das bei manchen Menschen auch regelmäßig auftritt. Zwar sind in dieser Übergangsphase noch alle Muskeln bewegungsunfähig, doch ist die Sensibilität nicht mehr mit dem Körper im Traum verbunden, sondern mit dem eigenen, offenbar irgendwie gelähmten physischen Körper. Mental kann man dabei mit blinzelnden oder geöffneten Augen wieder zu träumen beginnen, wobei man ablaufende Trauminhalte visueller und taktiler Art über die tatsächlichen sinnlichen Wahrnehmungen der ein wenig geöffneten Augen sowie die der schwach ausgeprägten Körperempfindungen projiziert.

Die Schlafstarre ist ein psychophysiologisches Geschehen, das beim Einschlafen oder beim Aufwachen von manchen Menschen erlebt werden kann. In der schlafmedizinischen Terminologie zählt sie zu den Parasomnien, wobei bei einer monosymptomatisch isolierten Schlafstarre sich Betroffene im Wachzustand befinden, sind aber einer Lähmung unterworfen, die den gesamten Körper mit Ausnahme der Augen-, Ohr- und Atemmuskulatur betrifft. Zusätzlich dazu stellen sich häufig ungewöhnliche Erlebnisse ein, etwa starke Angstgefühle, die Wahrnehmung einer Präsenz von bösartigen Wesen im Zimmer oder sonstige Halluzinationserfahrungen in verschiedenen Sinnesmodalitäten wie ein Brummen, Summen, Stimmen, Schritte, Schwebegefühl, Lichter, bis hin zur detaillierten, visuellen Wahrnehmung von Personen, Geisterwesen oder gar Außerirdischen. Es gibt Berichte von länger andauernden Erfahrungen, wobei einige Menschen die Schlafstarre als Methode verwenden, um als positiv erlebte Erfahrungen wie luzide Träume und außerkörperliche Erfahrungen absichtlich herbeizuführen.

Literatur

Fuhrmann, M. & Mayer, G. (2016). Schlafparalyse. Phänomenologie – Deutungen – Coping. Zeitschrift für Anomalistik, 16(3), 275–306.
http://de.wikipedia.org/wiki/Bewegungsunf%C3%A4higkeit_im_Schlaf (10-11-21)



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