Kriminogenese

Die Kriminogenese ist die  individuelle Handlungstheorie kriminellen Verhaltens und beschreibt den Lebenslauf eines Delinquenten von der Geburt bis zu einer aktuellen Straftat und bewertet diesen an Hand kriminologischer und psychologischer Theorien. Dabei obliegt die Auswahl der Theorien sofern nicht sachlogisch zwingend dem Verfasser der Kriminogenese.

Obwohl der Schwerpunkt auf individualen Merkmalen des Straftäters lieegen, gibt es neben den persönlichen Faktoren auch situative Variablen, die eine Straftat begünstigen. Hierzu zählen z.B. spezifische Konfliktlagen wie der Verlust des Arbeitsplatzes, spezielle Täter – Opfer- Beziehungen, der Tod eines geliebten Menschen, die Reaktion auf ein frustrierendes Ereignis, eine wirtschaftliche Notlage oder eine psychotische Episode. Aber auch lebensphasische Bedingungen, wie fehlende Reife, das Anschließen an subkulturelle Gruppen für eine gewisse Zeit, ein konflikthafter Zeitabschnitt wie die Pubertät oder eine Midlife-Crisis sowie organische Ursachen, wie Hirnabbauprozesse, können Auslöser der Straftat sein.

Quelle: http://www.kriminologie.uni-hamburg.de/
wiki/index.php/Kriminogenese




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