deklaratives Gedächtnis

Generell kann man im Gedächtnis das prozedurale und deklarative Gedächtnis unterscheiden. Die Inhalte des deklarativen Gedächtnisses sind dadurch charakterisiert, dass sie mit Worten beschrieben, also „erklärt“ werden können, d.h., der Besitz von Sprache ist eine implizite Voraussetzung. Üblicherweise werden diese beiden Gedächtnistypen auch dadurch voneinander unterschieden, dass deklaratives Wissen im Unterschied zu prozeduralem Wissen „manipulierbar“ sei, das heißt, dass deklaratives Wissen in Gedanken bewegt werden kann. Diese Fähigkeit zur Manipulation von Wissen ist vermutlich besonders in redundanten Situationen wichtig, in denen man sich also zwischen verschiedenen möglichen Verhaltensweisen entscheiden muss.

Das deklarative Gedächtnis seinerseits kann nochmals unterteilt werden, und zwar in das semantische Gedächtnis, das Wissen und allgemeine Fakten über die Welt enthält, und das episodische Gedächtnis, das Ereignisse und Tatsachen aus dem persönlichen Leben enthält. Für die Stabilisierung des deklarativen Gedächtnisses sind vor allem die Tiefschlafphasen wichtig, während Handlungsabläufe und emotionale Ereignisse vom Gehirn vor allem in den Traumschlafphasen verarbeitet werden.

Siehe dazu im Detail Wie funktioniert unser Gedächtnis?





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