persistente Delinquenz

Persistent delinquente Jugendliche zeichnen sich bereits im Kindesalter durch Auffälligkeiten ab, etwa in Störungen des Sozialverhaltens, die in ein delinquentes Verhalten während der Adoleszenz, häufig fortgesetzt bis ins Erwachsenenalter, münden. Diese Jugendlichen haben in der Regel schon in der Kindheit eine hohe Risikobelastung und eine schlechte Prognose hinsichtlich einer kompetenten und erfolgreichen Lebensführung. Moffitt (1993) unterscheidet zwei Täterkategorien:

  • die von der frühen Kindheit an kontinuierlich bis ins höhere Erwachsenenalter antisozialen Menschen (die persistent Delinquenten),
  • die Jugenddelinquenten, die sich nur in der Jugend antisozial verhalten (jugenddelinquent).

Mit Querschnitts- oder kurzen Längsschnittuntersuchungen im Jugendalter sind diese beiden Kategorien nicht verlässlich zu unterscheiden. Man benötigte Längsschnittstudien, die im Kindesalter beginnen und bis ins mittlere Erwachsenalter hinein fortgeführt werden.

Siehe dazu Delinquenz im Jugendalter.

Literatur
Moffitt. T. E. (1993). Life-course-persistent and adolescence-limited antisocial behavior: A developmental taxonomy. Psychological Review, 100, 674–701.




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