Metabewusstsein

Bekanntlich ist im Wachen das Ich-Bewusstsein immer vorhanden, doch im Schlaf erleben Menschen diesen Zustand normalerweise nicht bewusst mit, nur beim luziden Träumen ist man sich im Schlaf bewusst, dass man träumt. In einem normalen Traum haben Menschen daher nur ein sehr basales Bewusstsein, sie erleben zwar Wahrnehmungen und Emotionen, sind sich aber nicht bewusst, dass sie nur träumen. Erst in einem luziden Traum erlangt ein Träumer eine Meta-Einsicht in seinen Zustand. Neuere Untersuchungen an luziden Träumern machten übrigens sichtbar, welche Gehirnzentren beim Erlangen des Ich-Bewusstseins aktiv werden, also welche Gehirnareale dazu beitragen, die Welt in einer selbstreflektorischen Art und Weise wahrzunehmen, d.h., ein Metabewusstsein zu haben. Im luziden Zustand steigt die Aktivität in der Hirnrinde, besonders im rechten dorsolateralen präfrontalen Cortex, dem die Funktion zur Selbsteinschätzung zugesprochen wird, sowie in den frontopolaren Regionen, die für eine Bewertung eigener Gedanken und Gefühle verantwortlich sind. Besonders aktiv ist auch der Precuneus, eine Gehirnregion, die seit längerem mit Selbst-Wahrnehmung im Zusammenhang gebracht wird.





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