metalinguistisches Wissen

Als metalinguistisches Wissen bezeichnet man in der Psychologie das Wissen eines Menschen über das System der Sprache, wobei es  dabei insbesondere um das Wissen über die Eigenschaften von Sprache(n) und über den Sprachgebrauch geht.

Kinder etwa, die lesen lernen, müssen in der Lage sein, die Aufmerksamkeit vom Inhaltsaspekt der Sprache auf den Formaspekt zu legen und damit metalinguistisches Wissen in den Lernprozess zu integrieren.

Sprache ist für Menschen deshalb so wichtig, denn neben dem Handeln sind Sprechen und das damit verbundene Schreiben die wohl wichtigsten Repräsentanten geistiger und emotionaler Prozesse, denn durch sie versucht man, die notwendige Einstellung und Orientierung für zweckmäßige und zielführende Handlungen herzustellen. Während Beobachten, Wahrnehmen, Denken, Erkennen, Verstehen und Entscheiden innere Vorgänge sind, die man nicht beobachten kann, gehören das Sprechen und Schreiben neben dem Handeln zu den wenigen Vorgängen, die vom Innenleben nach außen dringen. Nichts macht die Besonderheit eines Menschen deutlicher als seine Sprache, denn sie ist gewissermaßen die Visitenkarte seines Denkens, auch wenn Worte, Sätze und Texte im Grunde gar keinen Inhalt besitzen, sondern nur Platzhalter für etwas Gemeintes sind.

Quelle

http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/KOMMUNIKATION/buehlermodell.shtml




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